Bob Tedrow: Concertina maker

29. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer den Kauf einer hochwertigen neuen Concertina erwägt, stößt bei der Recherche rasch auf den Namen Bob Tedrow.

In diesem Video schauen wir Tedrow ein wenig bei der Arbeit über die Schulter. Der Amerikaner hat seine Werkstatt in Birmingham in Alabama.

Mehr Informationen über Bob Tedrow und seine wunderschönen Concertinas gibt es hier.

Griffbrett Anglo Concertina

27. Februar 2011 § 2 Kommentare

Ich schaue gern, mit welchen Suchbegriffen Inhalte auf Knopfdruck:: gesucht werden, denn sie geben nicht zuletzt einen Hinweis darauf, was unter Umständen fehlt. Eine Grifftabelle für die Anglo Concertina zum Beispiel. Aber das können wir doch schnell ändern. Bitte sehr, hier ist sie:

Bei der 2reihigen (20knöpfigen) Anglo Concertina und der immer 2reihigen (kleinen) Deutschen Konzertina ist die Anordnung der Knöpfe und Töne identisch. Die Anglo Concertina hat oft auch eine dritte Knopfreihe mit Hilfstönen. Bei der oben stehenden Abbildung ist diese 3. Reihe schraffiert dargestellt.

Die Töne oberhalb der Linien werden durch Druck erzeugt, die unterhalb der Linien durch Zug.

Knopfdruck:: wünscht viel Spaß beim Üben.

Jede Menge Konzertina-Lehrgänge

12. Februar 2011 § Ein Kommentar

Es wird zwar nicht ausdrücklich gesagt, aber ein Flyer aus dem Vorjahr lässt mit großer Wahrscheinlichkeit darauf schließen, dass es auch 2011 um die große Deutsche Konzertina geht.

Die Rede ist von den Schulungsangeboten des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V., der in der Zeit vom 19. 3. 2011 bis 10. 12. 2011 fast 30 Treffen bzw. Kurse für Konzertinaspieler/innen vorgesehen hat. Die Schulungen finden entweder in Bayreuth oder in Kleinlosnitz statt, also allesamt in Oberfranken. Dazwischen gibt es noch interessante Angebote „zwischendurch“ in Altenplos wie z. B. den Termin „Konzertina zum Kaffee“ am 20. 3. 2011 oder die Noten- und Instrumentenbörse für Konzertina- und Bandoneonspieler/innen am 13. 11. 2011.

Auf insgesamt 3 Seiten könnenn sich Interessierte hier einen Überblick verschaffen und anmelden. Es ist auch möglich, sich direkt an die Beratungsstelle für Volksmusik in Franken unter Tel. 0921/515955 zu wenden.

Ich kann es nicht beschwören, aber mir scheint Franken so eine Art Hochburg der Großen Deutschen Konzertina (Carlsfelder Konzertina) zu sein. Auf jeden Fall bin ich beim Stöbern im Netz auf eine CD mit dem Titel „Die Konzertina in Franken“ gestoßen. Wie ich gesehen habe, steckt da auch der oben erwähnte Bayerische Landesverein für Heimatpflege hinter.

Die größte Harmonika-Schau Sachsens: das Harmonikamuseum Zwota

9. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Mundharmonika • Deutsche Harmonika • Wiener Harmonika • Akkordeon • Konzertina • Bandonion • Harmonium

Pianoakkordeon Meinel & Herold 1935/36

Mit über 1000 Instrumenten verfügt das Zwotaer Museum über einen Fundus, der für Laien, Fachleute der Musikbranche und Wissenschaftler gleichermaßen von Interesse ist. Unter den Exponaten befinden sich zahlreiche Mundharmonikas, diatonische Handharmonikas, Konzertinas aus dem 19. Jahrhundert, Instrumente der legendären Bandonionfabrik „Arnold“ aus Carlsfeld im Erzgebirge sowie Akkordeons in verschiedenen Ausführungen, unter anderen die Spitzenmodelle der ehemaligen Klingenthaler Harmonikawerke. Viele Instrumente wurden in der Region hergestellt. Sie sind Zeitzeugen der wirtschaftlichen Entwicklung des Klingenthaler Gebietes.

Wenn man diesen Text des Ausstellers liest, möchte man sich sofort auf den Weg machen und das Museum besuchen. Da hat man offenkundig eine beeindruckende Sammlung zusammengetragen.

Dass sich das Museum in Zwota im Vogtland befindet, ist kein Zufall. Die Region um Klingenthal hatte sich schon früh zu einem Zentrum des Zuginstrumentenbaus in Deutschland entwickelt und sich seit dem Beginn der Mundharmonika- und Handharmonika- sowie der Akkordeon-Produktion mit den Trossinger Firmen Hohner, Koch und Weiss einen harten Konkurrenzkampf geliefert. Unzählige Instrumente unter klangvollen Markennamen wie „Royal Standard“, „Barcarole“, „Horch“, „Weltmeister“, „Galotta“, Hutschelli“ verließen die Werkstätten in Klingenthal und Zwota und wurden in viele Länder der Welt exportiert. Aber auch heute noch ist die Gegend ein Zentrum des Baus von Handzuginstrumenten. Die von der Harmona Akkordeon GmbH hergestellten Akkordeons der Marke „Weltmeister“ etwa oder die Silvetta-Konzertinas seien beispielhaft genannt.

Infos zu Öffnungszeiten der Ausstellung, Anfahrt etc. finden sich auf der Homepage des Museums, von der aus man auch gleich einen kleinen Rundgang unternehmen kann.

Begriffsverwirrung: Concertina oder was?

6. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

„Le Meilleur de l’accordeon“ verspricht diese DVD, deren Herstellerbezeichnung ich nicht genau lesen kann, außer dass hier ein Apach Network am Werk ist.

Aber was sehen meine Augen da für ein Instrument? Ja, das ist doch … Ich schaue vorsichtshalber noch einmal hin, aber da ist wirklich kein Akkordeon abgebildet, sondern eine Concertina.

Sorgfältige Arbeit ist das nicht. Aber diese Begriffsverwirrung scheint mir weit verbreitet zu sein, sowohl bei Profianbietern wie bei Amateuren. Man muss sich nur mal bei Ebay umschauen. Dabei ist weniger das Akkordeon Opfer falscher Etiketten, es trifft viel häufiger die Concertina: Akkordeon, Harmonika, Melodeon, Bandoneon, Bandonium … sind ebenso gern wie falsch verwendete Begriffe.

Dass es verschiedene Concertina-Systeme gibt, die „ihrem“ Instrument eine spezielle Bezeichnung mit auf den Weg geben (Anglo, English, Duett, deutsche Konzertina …) und den Durchblick nicht leichter machen, will ich meinerseits an dieser Stelle nur erwähnen. Klaus Wenger hat sich auf KonzertinaNetz unter „Instrument“ die Mühe gemacht, hier Aufklärung zu leisten.

Süddeutsches Konzertina-Treffen in Wartaweil am Ammersee

23. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Im April ist es wieder soweit: Von 15. – 17. 4. findet das nächste Frühjahrs-Konzertina-Treffen statt, dessen Schwerpunkt vor allem auf dem gemeinsamen Musizieren liegt. Allerdings hat sich das Treffen auch zu einer Anlaufstelle für Anfänger/innen entwickelt, so dass bei Bedarf Kurse für die Deutsche Konzertina und die Anglo Concertina angeboten werden.

Interessenten, die noch nicht wissen, welche Konzertina/Concertina sie kaufen sollen, bilden die dritte Besuchergruppe. Hier können sie die verschiedenen Typen sehen, hören, antesten und sich beraten lassen.

Seitens der Veranstalter wird mit einem überschaubaren Kreis von ca. 15 Teilnehmer/innen gerechnet, so dass das Treffen gut zum gegenseitigen Kennenlernen und Knüpfen von Kontakten genutzt werden kann.

Übrigens: Auch wenn es sich um ein „Konzertinatreffen“ handelt, sind Musiker/innen, die andere Instrumente spielen, ebenfalls willkommen.

Weitere Informationen unter Treffen/Kurse auf KonzertinaNetz.

Deutsches Concertina-Treffen 2011 mit Alistair Anderson und Mary MacNamara

16. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

25. – 27. März 2011 in der Proitzer Mühle in Schnega

Es wird schon das 20. Concertina-Treffen sein, das vom 25. – 27. März in der Proitzer Mühle stattfindet. Und ein Treffen, das hochkarätige Concertina-Lehrer/innen aufbietet.

Doch der Reihe nach. Das Concertina-Treffen geht zurück auf den engagierten Spieler Mario Kliemann, der Interessierte 1991 erstmals nach Bielefeld eingeladen hatte. Kliemann ist inzwischen verstorben, und das Treffen hat seit 2009 bei Robert Pich auf der Proitzer Mühle in 29465 Schnega ein neues Zuhause gefunden.

Alistair Anderson

Zu einem 20-jährigen Jubiläum passt es natürlich besonders gut, dass mit Alistair Anderson (English Concertina) und Mary MacNamara (Irish Concertina) zwei ganz hervorragende Musiker als Lehrer gewonnen werden konnten. Aber auch die übrige „Besetzung“ kann sich sehen und vor allem hören lassen: Claus Kessler, Rainer Schwarz, Juliette Daum. Adrian Brown, Rainer Süßmilch, Robert Pich. Und Jürgen Suttner wird wieder seine Concertina-Klinik eröffnen.

Das Treffen richtet sich an alle Spieler/innen ( Anfänger/innen bis Fortgeschrittene ) aller Concertina-Systeme ( Englisch, Anglo, Duett, Anglo-German, Deutsch ) und jeder Musikrichtung. Was will man mehr?

Auf www.concertinas.de gibt es alle nötigen Informationen zum Ablauf, zur Anmeldung, zur Unterbringung und den Kosten.

Mary MacNamara – The Blackberry Blossom

8. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

[Aus meinem CD-Regal 14]

„The Blackberry Blossom“ ist eine meine Lieblings-Concertina-CDs. Sie enthält eine ausgewogene Mischung aus Jigs, Reels, Hornpipes und Barn dances und kommt, anders als viele andere Irish Concertina-CDs, absolut unaufgeregt daher. Mary MacNamara spielt ganz entspannt und lässt die Musik für sich sprechen. Der Klang ihrer wundervollen Concertina kann sich voll entfalten, und ich sehe mich bei bei dem slow jig „An Paistin Fionn“ wieder einmal in meiner Meinung bestätigt, dass die kleine sechseckige Box gerade bei langsameren Titeln ihr beeindruckendes Potential zeigt.

Mary MacNamara ist eine Concertina-Spielerin aus Tulla im irischen County Clare. Viel weiß ich nicht über sie. In dem der CD beiliegenden Booklet habe ich gelesen, dass sie in eine sehr musikalische Familie hinein geboren wurde und mit Musik aufgewachsen ist. Unter den zahlreichen musizierenden Familienmitgliedern dürfte ihr Knopf-Akkordeon spielender Bruder Andrew das wohl bekannteste sein. Andrew MacNamara wirkt auch auf dieser CD gelegentlich mit, ebenso wie Geraldine Cotter am Piano und Catherine McEvoy (Flöte) bei einigen Tracks.

Was weiß ich sonst noch über Mary MacNamara? Es gibt von ihr noch 2 weitere CDs: „Traditional Music from East Clare“ und – zusammen mit ihrem Bruder Andrew am Akkordeon – „Open Hearth“. Und sie spielt nicht nur Concertina, sie unterrichtet auch. Beim 20. Deutschen Concertina Treffen vom 25. – 27. März in der Proitzer Mühle gibt sie Kurse in Irish Concertina für Teilnehmer/innen auf drei Spielniveaus.

Tracks: 01 Shandon Bells, Tom Friel’s (jigs); 02 The Stone in the Field, Finlay’s Delight (reels); 03 An Paistin Fionn (slow jig); 04 Tatter Jack Walsh, House in the Glen (jigs); 05 Tommy Coen’s, John Naughton’s (reels); 06 The Golden Eagle (hornpipe); 07 The Hundred Pipers, The Mouse in the Cupboard (jigs); 08 Paddy Kelly’s (reel); 09 The Cavan Reel, Sporting Nell, Rattigan’s (reels); 10 Scatter the Mud, McGreavy’s (jigs); 11 Pearl O’Shaughnessy’s (barn dance); 12 Woman of the House, The Green Groves of Erin (reels); 13 Spailpin Fánach, The Little Beggarman (barn dances); 14 Blackberry Blossom, Sandy Carty’s (reels); 15 Mick Hand’s, The Maids of Mount Cisco (reels)

Wer Mary McNamara noch nicht kennt, kann sie im folgenden kurzen Video hören und sehen.

Concertina / Konzertina lernen – aber wie ? (2)

27. Dezember 2010 § 2 Kommentare

Schulen für Concertina – eine persönliche Einschätzung

Angehende Spieler/innen der Concertina / Konzertina haben es nicht leicht. Es gibt kaum brauchbare Handreichungen für Anfänger/innen.

Die vor Jahren im Voggenreiter-Verlag erschienene Konzertina-Schule für die deutsche 2reihige Konzertina von Volker Bäcker ist vergriffen. Man muss schon sehr viel Glück haben, um sie noch irgendwo aufzutreiben. Eine andere hilfreiche deutschsprachige Anleitung gibt es meines Wissens nicht. Von der „Deutschen Concertina-Schule“ von J. A. Sokoloff lässt man am besten gleich die Finger, das Heftchen ist meines Erachtens nicht brauchbar.

Etwas besser sieht das Angebot auf dem englisch-sprachigen Markt aus. Roger Watsons „Handbook für Anglo-Chromatic Concertina“ ist zwar schon Anfang der 1980er Jahre erschienen, man kann es aber etwa über ebay.com  auch heute noch ohne Probleme erwerben. „Concertina-Modell“ hat eine dreireihige Concertina mit Metall-Enden von Hohner gestanden. Von daher verwundert es nicht, wenn der Autor im Rahmen des knappen Textes auch ein Loblied auf Hohner anstimmt, aber das hält sich in Grenzen.

In den 80er Jahren (wie die Zeit vergeht!) habe ich bei Hobgoblin in England meine erste 3reihige Anglo-Concertina gekauft. Eine Gremlin, und ich glaubte damals, eine „echte“ im Heimatland der Anglo gefertigte Concertina erworben zu haben. Zu jener Zeit wusste ich noch nichts von Stagi und den vielen Concertinas, die unter wohlklingenden Namen verkauft werden, bei denen es sich aber meist um Stagis handelt, neben der Gremlin zum Beispiel Bastari, Brünner, Excalibur. Aber das nur am Rande.

Mit dem Erwerb der Gremlin ging der Kauf von Watsons Handbuch einher. Das 24 Seiten umfassende Heft enthält knappe Informationen zur Geschichte des Instruments und erläutert Wartung und Pflege. Daneben wird kurz die Spielweise des Instruments erläutert. Das Spiel wird hauptsächlich anhand von Lied-Beispielen erklärt, und das Heft enthält eine umfassende grafische Übersicht über die Bildung von Akkorden.

Besser als nichts, würde ich sagen. Für den Beginn hat das Heft seinen Zweck durchaus erfüllt.  Aber von einem „Handbuch“ (welche hochtrabende Bezeichnung) mit nur 24 Seiten darf man einfach nicht allzu viel erwarten.

Es gibt übrigens analog zu Watsons „Handbook for Anglo-Chromatic Concertina“ auch ein „Handbook for English Concertina“. Da ich nie eine „English“ hatte, gab es für mich bislang auch keine Veranlassung, das Heft zu kaufen. Ich kann es hier also nur erwähnen, aber nicht beurteilen. Beide Anleitungen sind bei Wise Publications erschienen.

(Fortsetzung folgt.)

Februar 2011: Workshop Anglo-Concertina mit Claus Kessler

16. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Rahmen des 13. Irish Music Workshop Weekend vom 11. – 13. Februar 2011 in 35428 Langgöns ist auch ein Workshop vorgesehen, der sich an Spieler/innen der Anglo Concertina richtet.

Was erwartet die Teilnehmer/innen? Auf www.irishmusicworkshops erfahren wir mehr:

Claus Kessler

Das Lernen typischer irischer Tanzweisen (Jigs, Reels, Hornpipes…) steht beim Concertina-Kurs im Mittelpunkt. Durch das Lernen der Musikstücke sollen die einzelnen Elemente des Irish-Concertina-Style angesprochen und vermittelt werden, z.B. Rhythmik, Verzierungen, Fingersatz usw. Dabei werden Stücke ausgewählt, die in einer traditionellen irischen Session zum Standardrepertoire gehören, denn das Erleben des gemeinschaftlichen Musizierens ist das A und O in der irischen Musik! Grundkenntnisse über das Spielen auf der Anglo-Concertina werden bei diesem Kurs vorausgesetzt. Darüber hinaus können auch die Musiker anderer Handzuginstrumente in D und G mitmachen, hier sollten aber solide Kenntnisse des eigenen Instrumentes vorhanden sein.

Es werden übrigens auch Kurse für Gitarre, Harfe, Fiddle, Flute und Tin Whistle angeboten – bei manchen gibt’s schon eine Warteliste.

Bei Interesse am Anglo-Corcertina-Workshop also vorsichtshalber nicht lange warten und schnell anmelden. Unter der oben angegebenen Internetadresse gibt es alle nötigen Informationen.

Wo bin ich?

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