Maria Kalaniemi bei „Musik zwischen den Welten“

2. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Konzert der Akkordeonspielerin am Montag, 11. April, in der Dreikönigskirche Dresden

„Musik zwischen den Welten“ lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe, deretwegen man gern in Dresden oder Umgebung wohnen möchte, so spannend ist sie.

Die aktuelle Auflage der „Konzertreihe zwischen Tradition und Moderne“ hat am 6. März begonnen und wird noch bis zum 5. Mai fortgeführt. An den noch ausstehenden Terminen sind etwa Kraja aus Schweden (3. 4.), Kroke aus Polen (10. 4.), Pippo Pollina aus Italien (17. 4.) oder Soname Yangchen aus Tibet (1. 5.) zu hören, um einige Beispiele zu nennen.

Für Knopfdruck:: von besonderem Interesse: Am Montag, 11. April, wird Maria Kalaniemi auf der Bühne stehen. Die Akkordeonistin aus Finnland präsentiert ihr aktuelles Album „Vildar Rosor“, das sofort nach seinem Erscheinen Ende vergangenen Jahres den Sprung in die Spitze der World Music Charts Europe schaffte und sich dort immer noch weit vorn (im Februar Platz 4) behauptet.

Mehr Infos über die Veranstaltungsreihe und die einzelnen Konzerte gibt es unter www.mzdw.de.

Niamh Ni Charra: Súgach Sámh / Happy Out

26. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

[Aus meinem CD-Regal 16]

Im Januar 2009 habe ich sie erstmals gehört und gesehen: Die irische Concertinaspielerin und Fiddlerin Niamh Ni Charra begleitete – wie übrigens auch in diesem Jahr wieder – den galizischen Dudelsack- und Flötenspieler Carlos Núnez auf seiner Deutschlandtournee, und ich war bei dem Konzert in Leverkusen-Opladen dabei. Und war sogleich beeindruckt. Niamh Ni Charra ist eine nette, charmante junge Musikerin, die hervorragend Irish Concertina, aber auch Geige spielt. Ob sie bei dem Auftritt auch gesungen hat, weiß ich nicht mehr; auf dieser CD aus dem Jahr 2010 tut sie es jedenfalls gelegentlich. Und auch ihr Gesang ist hörenswert.

„Súgach Sámh“ ist nach „On Da Thaobh / From Both Sides“ das 2. Soloalbum von Niamh Ni Charra. Es ist 2010 erschienen und gehört zu den Favoriten in meiner Sammlung. Vertreten ist auf der CD eine Mischung aus Songs, Fiddle- und Concertina-Melodien. Dabei ist es sicher nicht verwunderlich, dass es mir insbesondere die Concertina-Stücke  angetan haben.

Es wäre müßig, einzelne Titel hervorzuheben. Súgach Sámh“ ist eine rundum gelungene CD, auf der es viele schöne Lieder und Melodien, aber keine Ausfälle gibt. Mit ein wenig mehr Concertina-Anteilen (nur auf 7 von insgesamt 13 Tracks spielt Niamh Ni Charra Concertina)  würde sie mir noch besser gefallen …

Astor Piazolla: Heute wäre er 90 geworden

11. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Er hat Musikgeschichte geschrieben und den Tango revolutioniert: Astor Piazolla. Der Bandoneonspieler und Komponist aus Argentinien gilt als Begründer des Tango Nuevo, einer Art Gegenbewegung zum traditionellen Tango Argentino. Heute wäre der große Musiker, der am 11. März 1921 in Mara del Plata geboren wurde, 90 Jahre alt geworden. Zwei Jahre nach einem in Paris erlittenen Schlaganfall, der ihm die Arbeit unmöglich machte, starb  Piazolla am 4. Juli 1992 in Buenos Aires.

Im Laufe seines Lebens komponierte Astor Piazolla über 300 Tangos und fast 50 Soundtracks und spielte rund 40 Alben ein.

Ausführliche Informationen über Leben und Werk des Musikers finden Interessierte auf Wikipedia (deutsch) und vor allem auf www.piazolla.org (englisch- bzw. spanisch-sprachig).

Auf diesem YouTube-Video erleben wir Astor Piazolla zusammen mit dem Jazz-Saxophonisten Gerry Mulligan bei einem Auftritt 1974 in Italien.

CD Ad Vielle Que Pourra: New French Folk Music

18. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

[Aus meinem CD-Regal 15]

Ad Vielle Que Pourra mit Clement Demers und Daniel Thonon am diatonischen Akkordeon

AD Vielle Que Pourra ist eine franko-kanadische Gruppe, die 1986 gegründet wurde. Die CD New French Folk Music stammt aus dem Jahr 1989. Die Gruppe entwickelt ihre Musik auf der Basis traditioneller französischer Instrumentation und Musik, ohne dabei aber allzu puristisch zu sein. Insgesamt gibt es vier Alben der Band.

Die nicht gerade augenschonende Homepage gibt leider nicht allzu viel an Information über die Entwicklung der Gruppe her. Man kann dort aber lesen, dass sie sich 2009 in etwas veränderter Besetzung neu zusammengefunden hat. Es hat also offenkundig eine Auszeit „zwischendurch“ gegeben. Eine Folge der Umbesetzung ist, dass mit Clement Demers einer der beiden Akkordeonspieler nicht mehr dabei ist.

Und da sind wir bei dem Punkt, der für mich die CD „New French Folk Music“ so besonders reizvoll macht: die beiden diatonischen Akkordeons, gespielt von Demers und Daniel Thonon. Zumal dann, wenn beide am Akkordeon zu hören sind, was bei der CD nicht durchgängig der Fall ist, da die beiden Musiker auch noch andere Instrumente „bedienen“. So ist es kein Wunder, dass die Tracks 04. L‘ Agacante/Valse du Milieu/Valse du Faucigny und 10. Valse des Coquelicots/Java Niaise  meine absoluten Favoriten auf dieser CD sind.

Aber auch die anderen Titel des Albums können sich hören lassen. Auffällig ist die hohe Stimme des Sängers Alain Leroux. Insgesamt ist „New Fench Folk Music“ ein sehr schönes und hörenswertes Album.

Clement Demers: Accordion, Percussion, Vocals
Gilles Plante: Chalumeau, Bombardes, Recorder, Vocals
Alain Leroux: Bouzouki, Mandolin, Violin, Vocals
Daniel Thonon: Guitar, Accordion, Hurdygurdy, Vocals
Luc Thonon: Bagpipes, Recorder, Sax, Vocals

Tracks:  01. Schottische du Stockfish 02 Malloz AR Barz Koz O Vervel 03. Chupad Melen/Hanterdro Tid’poc’h 04. L‘ Agacante/Valse du Milieu/Valse du Faucigny 05. La Pucelle d’Ussel 06. Les Filles de France 07. Suite de Gavottes Evit Leroux 08. Bourrées Dans le Jardin 09. Polkas Ratées 10. Valse des Coquelicots/Java Niaise 11. Fillettes des Campagnes 12. An Dro Pitaouer/An Dro Evit Jakeza 13. La Malfaissante (4:26)

CD-Neuerscheinung: John Derrane – Grove Lane

2. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Grove Lane
John Derrane (diatonisches Akkordeon) mit John McGann

Grove Lane – das ist die Straße, in der sich das Haus von John Derrane befindet. Der 1930 geborene irisch-amerikanische Musiker hatte sich eigentlich 60jährig schon mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt, aber Ende der 90er Jahre hat es ihn dann doch noch einmal „gepackt“. Und jetzt hat der mittlerweile 80jährige Musiker eine neue CD vorgelegt, auf der er sein unvermindertes Können auf dem diatonischen Akkordeon demonstriert.

Die von mir schon wiederholt zitierte Folk-Zeitschrift „Folker“ kommt in einer Kurzrezension des Albums in der Ausgabe 1/11 zu dem Schluss „Sehr schön!“. Derrane spiele immer noch mit viel Gefühl und virtuoser Interpretation alte und selbstkomponierte Jigs und Reels.

Ein echter Kauf-Tipp also.

Auf der CD mit von der Partie ist John McGann. Wenn es  d e r  McGann ist, den ich meine, spielt der Mandoline.

Accordéon Mélancolique: Konzerte zum Jahresausklang

24. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Von West- bzw. Nordwestdeutschland aus ist man rasch in den Niederlanden. Warum sich also am Ende des Jahres nicht noch einmal etwas Gutes tun und zu einem Konzert von „Accordéon Mélancolique“ fahren?

©Photo Monique Kortbeek

„Akkordeon mit Gefühl“ – so beschreiben Jean-Pierre Guiran and Cherie de Boer ihre Musik. Sie spielen beide Akkordeon und singen teilweise dazu. Mit ihrem Repertoire, das überwiegend südamerikanisch, französisch und niederländisch inspiriert ist, hat sich das Duo die Anerkennung der Fachpresse („Prächtiges melancholisches Akkordeonspiel, wirbelnde Akkordeonmusik von hohem Niveau.“, so z.B. De Accordeonkrant, NL ) und die Zuneigung der Zuhörer/innen erworben.

Bis zum Jahreswechsel gibt es noch einige Möglichkeiten, sich im Rahmen seiner „Christmas-Tour“ bei Live-Auftritten von „Accordéon Mélancolique“ verzaubern zu lassen:

– 26. Dezember, 15 Uhr, in Bloemendaal
– 27. Dezember, 15 Uhe, in Ysbrechtum (Nähe Sneek)
– 28. Dezember , 15 Uhr, in Tytsjerk
– 29. Dezember, 15 Uhr, in Nes, Ameland
– 30. Dezember, 15 Uhr, Harlingen

Die genauen Veranstaltungsorte sind auf der Homepage von „Accordéon Mélancolique“ zu finden. Dort gibt es auch viele musikalische Kostproben zu entdecken.

CD-Neuerscheinung: Maria Kalaniemi – Vildar Rosor

19. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Mitte November ist die neue CD der  aus Finnland kommenden Akkordeonspielerin Maria Kalaniemi erschienen. „Vildar Rosor“  ist der Titel, was „Wilde Rose“ bedeutet. Die renommierte Akkordeonistin unternimmt mit diesem Album eine Exkursion zu ihren finnisch-schwedischen Wurzeln. Das Album (Digipack) enthält 10 Titel und ist bei AITO erschienen.

Die Veröffentlichung hat gleich für Furore gesorgt:  Das Album war eine von 5 Nominierungen für den Emma Awards 2010, der jährlich vom IFPI Finnland für das beste finnische Album vergeben wird. Auch wenn Kalaniemi dann doch nicht die begehrte Auszeichnung bekam, tat das dem Erfolg des Albums keinen Abbruch. Die CD stieg in kürzester Zeit auf Platz 2 der World Music Charts Europe.

Neuerscheinung: erste Solo-CD von Andy Cutting

14. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt viele CDs, auf denen Andy Cutting mit seinem diatonischen Akkordeon zu hören ist. Er hat in wichtigen englischen Folkgruppen wie Blowzabella  gespielt und mit bedeutenden Künstler/innen wie June Tabor oder Martin Simpson zusammengearbeitet. Die Discographie auf seiner Homepage verzeichnet 50 Alben, auf den Cutting als Akkordeonist mitgewirkt hat. Da wurde es doch wirklich mal Zeit für ein Soloalbum. Jetzt ist es da. Es wurde bei Lane Records veröffentlicht und enthält 12 meist selbst geschriebene Titel.

Ich selbst kenne die CD leider (noch) nicht und kann sie deshalb hier nur vorstellen, aber nicht wirklich beurteilen. Aber geurteilt hat bereits die Musikzeitschrift Folker, die in Ausgabe 6/2010 in einer Kurzbesprechung zu dem eindeutigen Ergebnis kommt: „Ein Muss für Zieher und Drücker, eine Empfehlung für den Rest“.

Hiss: Termine, Termine

11. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist an der Zeit, mal wieder zu schauen, was unsere guten alten Bekannten unter den Akkordeonspielern und -spielerinnen machen. Stefan Hiss und seine Band, zum Beispiel.

Nachdem es im November krankheitsbedingt ein paar Konzertausfälle geben musste, tourt die Gruppe jetzt wieder fleißig durch die Lande.
Wenn man den heutigen Samstag schon nicht mehr mitrechnet, stehen allein in diesem Jahr noch 5 Termine an, darunter auch  Auftritte am 1. und am 2. Weihnachtstag. Herkömmliche Weihnachtsveranstaltungen werden das ganz sicher nicht.

Hier die Termine für den Rest des Jahres:
Donnerstag, 16. Dezember, 20:30 Uhr, 70180 Stuttgart (Laboratorium)
Samstag, 18. Dezember, 20:00 Uhr, 06449 Aschersleben (Grauer Hof)
Samstag, 25. Dezember, 22:00 Uhr, 71638 Ludwigsburg (Scala-Theater)
Sonntag, 26. Dezember, 20:30 Uhr, 88605 Meßkirch (Schlosskeller)
Montag, 27. Dezember, 20:30 Uhr, 77709 Wolfach-Ippichen (Klausenbauernhof)

Wer länger im voraus planen möchte, findet reichlich Termine für Januar/Februar 2011 auf der Hiss-Homepage.

Gurzuf: Experimental / Minimalistisch / Punk

7. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Da muss man nicht lange raten, um zu erkennen, welches Instrument der junge Mann auf dem nebenstehenden Foto spielt. Es handelt sich um Egor Zabelov, den Akkordeonisten der Band „Gurzuf“, zu der neben ihm auch der Drummer Artem Zalessky gehört.

Die Band wurde 2005 gegründet und hat seither an vielen Festivals wie z. B. dem „Grand Soufflet“ in Rennes in der Bretagne oder dem „International Accordion Festival“ in Wien teilgenommen. Solokonzerte gab es in Russland, der Ukraine, Polen, Belgien und vielen anderen Staaten in Ost- und Westeuropa.

Woher genau die beiden Musiker stammen, kann ich nicht sagen, aber nicht nur die Namen, sondern auch die kyrillischen Buchstaben auf ihrer Homepage belegen, dass sie aus einem osteuropäischen Land kommen müssen. Die Texte stehen aber auch in englischer Sprache zur Verfügung, so dass sich auch für Westeuropäer/innen ein Besuch auf http://gurzufband.com lohnt, schon allein wegen der tollen Fotos.

Besser als jeder Homepage-Besuch ist aber natürlich der Besuch eines Live-Auftritts. Dazu gibt es in den nächsten Tagen mehrfach Gelegenheit:

– am 09. Dezember spielt Gurzuf im Club Hafenklang in Hamburg
– am 10. Dezember im Club Treibsand in Lübeck
– am 12. Dezember im Bahía de Cochinos in Castrop-Rauxel
– am 14. Dezember im Stadtgarten in Köln

Einen besinnlichen Abend sollte man aber nicht erwarten. Auf Myspace.com heißt es unter „Genre“: Experimental / Minimalistisch / Punk. Davon kann man sich gleich bei einigen Hörproben überzeugen.

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