Astor Piazolla: Heute wäre er 90 geworden

11. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Er hat Musikgeschichte geschrieben und den Tango revolutioniert: Astor Piazolla. Der Bandoneonspieler und Komponist aus Argentinien gilt als Begründer des Tango Nuevo, einer Art Gegenbewegung zum traditionellen Tango Argentino. Heute wäre der große Musiker, der am 11. März 1921 in Mara del Plata geboren wurde, 90 Jahre alt geworden. Zwei Jahre nach einem in Paris erlittenen Schlaganfall, der ihm die Arbeit unmöglich machte, starb  Piazolla am 4. Juli 1992 in Buenos Aires.

Im Laufe seines Lebens komponierte Astor Piazolla über 300 Tangos und fast 50 Soundtracks und spielte rund 40 Alben ein.

Ausführliche Informationen über Leben und Werk des Musikers finden Interessierte auf Wikipedia (deutsch) und vor allem auf www.piazolla.org (englisch- bzw. spanisch-sprachig).

Auf diesem YouTube-Video erleben wir Astor Piazolla zusammen mit dem Jazz-Saxophonisten Gerry Mulligan bei einem Auftritt 1974 in Italien.

Termintipp 21. Januar 2011: Tango Fuego

6. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Das Bandoneon kommt in diesem Blog zugegebenermaßen etwas schlecht weg. Das liegt einfach daran, dass mir angesichts meiner persönlichen musikalischen Interessen Akkordeon und Concertina näher sind.

Da ist es gut, wenigstens mal wieder auf einen Veranstaltungstermin hinzuweisen, der für Freundinnen und Freunde des Bandoneons (und des Tangos) von Interesse sein dürfte:

Am Freitag, 21. Januar, spielt die Formation Tango Fuego ab 20 Uhr im Ricardo in 59348 Lüdinghausen, Sendener Straße 8.

Tango Fuego, das sind

Sergio Fabian Carbone: Bandoneon

Detlef Strüwe: Pianist, Komponist und Produzent

Sebastian Reimann: Violine, Konzertleitung

Fritz Roppel: Kontrabass

Tango Fuego wird übrigens auch am 31. 1. 2011 bei der Kulturbörse in Freiburg präsent sein, allerdings zu einer für Tango-Freunde ungewohnt frühen Stunde: um 9 Uhr am Stand 2.6.18.

Mehr Infos über Tango Fuego finden sich auf deren Homepage.

Zeit für den Wunschzettel

28. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Es muss unter dem Weihnachtsbaum ja nicht unbedingt so aussehen, wie es sich die Firma Hohner in dieser Anzeige aus den 50er oder 60er Jahren verständlicherweise vorstellt. Aber sicher werden viele (auch potentielle) Freundinnen und Freunde des Akkordeons die Gelegenheit nutzen, um sich ein (neues) Instrument zu wünschen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und je nach Interessenslage kann es statt eines Akkordeons durchaus auch ein Bandoneon oder eine Concertina sein.

Wie heißt es doch in der Anzeige? „Das große Vergnügen beginnt auch für Sie mit den selbstgespielten Melodien. Es ist herrlich, spielen zu können, was am meisten Spaß macht.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

CD-Neuerscheinung: Sexteto Mayor – Vida, Pasion Y Tango

14. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Anfang Oktober ist das jüngste Album der 1973 in Buenos Aires ins Leben gerufenen und wohl bekanntesten aller Tango-Formationen auf den Markt gekommen. José Pepe Libertella und Luis Stazo, die beiden Bandoneonisten, waren die Auslöser der Gründung. Nach dem Tod Libertellas im Jahr 2004 und dem Ausscheiden Luis Stazos‘ im selben Jahr sahen viele Musikkritiker schon das Ende des Sextetts gekommen. Doch der befürchtete Bruch konnte vermieden werden. Die Plätze der beiden Bandoneonspieler nehmen heute  Horacio Romo  und Pablo Mainetti ein.

Vida, Pasion Y Tango enthält 15 Stücke. Das Besondere an dieser neuen CD ist, dass den neu eingespielten Stücken bisher unveröffentlichte Live-Mitschnitte von der letzten Tournee mit Libertella und Stazo (2004) als Zugabe zur Seite gestellt wurden.

Rezensionen habe ich im Netz noch nicht gefunden, aber das dürfte auch egal sein. Für Tango- und Sexteto Mayor-Fans ist die CD sicher ein „Muss“.

Im übrigen  steht das Album im Mittelpunkt der gegenwärtig laufenden Europa-Tournee des Sextetts aus Argentinien. Hier einige Termine:

Mittwoch, 17. November 2010, 20 Uhr, Zürich, Kirche Neumünster

Freitag, 19. November 2010, 20 Uhr, Nürnberg, Maritim Hotel

Donnerstag, 25. November 2010, 20 Uhr, Jazzclub Ludwigsburg, Scala (Auftritt im Rahmen der Ludwigsburger Jazztage)

Buchbesprechung: Harmonika & Poesie

31. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Akkordeon, Bandoneon, Mundharmonika und Ziehharmonika in Gedichten und Geschichten

„Eine Zusammenstellung interessanter, überraschender, gut gelaunt und nachdenklich machender Texte rund um die Harmonika“  – so lautet der zum Kauf verlockende Text auf der Rückseite des Bucheinbands. Kann Herausgeber Friedrich Bornemann dieses Versprechen einlösen?

Leider nur bedingt, denn bei der Lektüre stellt man schnell fest, dass es in vielen der  zusammengetragenen Gedichte und Geschichten genau genommen gar nicht um das Akkordeon oder ein anderes Instrument aus der Harmonikafamilie geht. An irgendeiner Stelle wird mal ein Akkordeon erwähnt, aber für die Handlung ist es absolut nebensächlich, etwa wenn es in der Erzählung Alberto Nessis „Der Mann, der seiner Tochter die Hand gibt“ heißt: „Er sieht das Haus im Dorf wieder, wo Renzo sich in Gesellschaft einer Ziehharmonika … niedergelassen hatte“. Das war’s dann auch schon. In Barbara Honigmanns Auszug aus ihrem „Roman von einem Kinde“  singt in einer Straße eine Zigeunerin und spielt dazu Harmonika. Ein Text „rund um die Harmonika“? Wohl kaum. Das Gedicht „Missmut“ von Joachim Ringelnatz schließt mit den beiden Zeilen „Du atmest tief – wie eine Ziehharmonika“. Bei etlichen Beiträgen der Anthologie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass da etwas mühsam halbwegs zu einer Idee passende Texte zusammengesucht worden sind.

Zutreffend ist der oben zitierte Buchumschlagtext insofern, als es sich in der Tat um eine Mischung  aus gut gelaunt stimmenden wie auch nachdenklich machenden Texten handelt, in der sich auch die eine oder andere Perle finden lässt. Vielfach stößt man auf „große“ Namen, etwa Rose Ausländer, Günter Eich, Manfred Hausmann, Kurt Tucholsky.

Als Fazit bleibt aber: eine nette Buch-Idee, deren Umsetzung nicht wirklich überzeugend gelungen ist. Dafür fehlt einfach zu oft eine echte Beziehung der Texte zum Thema der Anthologie. Dass in jeder der versammelten Arbeiten wenigstens (nicht selten auch höchstens) einmal das Wort Akkordeon, Bandoneon, Mundharmonika oder Ziehharmonika vorkommt, ist als Auswahlkriterium leider einfach zu dünn.

Harmonie & Poesie
Hrsg. von Friedrich Bornemann
Books on Demand, Norderstedt, 2009
11,90 EUR

Internationales Tango-Festival in Wuppertal

26. Juli 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Tango und Bandoneon vom Feinsten

Es dürfte Europas größtes Tango-Ereignis sein: das Internationale Tango-Festival, das vom 28. September – 3. Oktober 2010 im nordrhein-westfälischen Wuppertal stattfindet. Ein Festival mit internationalen Musik- und Tanzstars der Tango-Szene und – vielleicht als Höhepunkt – dem XIII. Ball Tango Argentino am 2. Oktober in der Historischen Stadthalle.

Auf dem Programm der mehrtägigen Veranstaltung stehen neben dem Ball Konzerte, Shows und Tanzveranstaltungen sowie diverse Workshops mit verschiedenen Maestros für Musiker und Tänzer. Mit dabei: La gran Orquesta Típica CIUDAD BAIGÓN und das Duo Annapaola Jacomella,Cello, & Michael Zisman, Bandoneon. (Zisman hat übrigens im Mai den 1. Preis in der Kategorie Bandoneon bei Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal gewonnen.)

Ein Ereignis also, das sich Tango- und Bandoneon-Freunde auf jeden Fall vormerken sollten.

Einzelheiten finden sich unter www.tango-tango.de.

6. Bandoneontag 2010 in Carlsfeld

14. April 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Bandoneonmusik zum Erlernen und Genießen

Am 2. Mai 2010 ist das Städtchen Carlsfeld im Erzgebirge wieder Treffpunkt für Bandoneonfreunde.

Auf dem Programm steht ein Schnupperkurs zum Erlernen des Bandoneons bzw. der Konzertina. Am Nachmittag gibt es ein Konzert mit dem hochkarätigen Tangoensemble „Quinteto Angel“, dem  Christian Gerber, Bandoneon,  Frank Schulte, Piano,  Bernhard von der Gabelentz, Violine, Samuel Lutzker, Cello sowie Rodolfo Paccapelo, Kontrabass, angehören.

Veranstalter ist der Bandonionverein Carlsfeld e.V. (kein Tippfehler – der Verein benutzt die Schreibweise mit „i“, also Bandonion).

Mehr Infos über den Bandoneontag auf www.bandonion.de.

Dort findet sich auch ein interessanter Artikel über den Beginn der Musikinstrumenteproduktion (Bandoneon/Konzertina) in Carlsfeld. Hierfür stehen die weltbekannten  Namen C.F.Uhlig, Karl Friedrich Zimmermann und Ernst Louis Arnold.

Blog-Umzug – Knopfdruck:: jetzt hier mit neuer Adresse

14. April 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

In den nächsten Tagen ziehen alle Knopfdruck::-Beiträge, die unter der Adresse http://knopfdruck.wordpress.com erschienen sind, hierhin auf die neue Internetadresse „https://akkordeonblog.wordpress.com“ um.
Grund für den Wechsel ist ausschließlich, dass schon in der Adresse deutlich(er) gemacht werden soll, worum es inhaltlich geht: um das Akkordeon. Aber natürlich behält Knopfdruck:: auch das Geschehen rund um Concertina und Bandoneon weiter im Auge.

Djur’s Harmonika Museum

9. April 2010 § Ein Kommentar

Was Sammelleidenschaft nicht alles zustande bringt: Das private (!) Djur’s Harmonika Museum  in Dänemark hat mehr als 700 Ausstellungsstücke – Akkordeons, Bandoneons, Concertinas – zusammengetragen! Ca. 550 Sammelobjekte sind ständig zu sehen. Die Instrumente stammen teilweise noch aus Urgroßvaters Zeiten, aber es können auch neuere Exponate bestaunt werden.

Neben einer Vielzahl von Instrumenten aus anderen europäischen Ländern sind auch Modelle zu sehen, die von zwei dänischen Akkordeon- Baumeistern stammen.

Die Museumsbetreiber Jacob und Kirsten Eden zeigen Besuchern und Besucherinnen gern ihre Schätze – aber bitte nach Voranmeldung. Die Kontaktdaten finden sich auf der Homepage des Harmonika Museums. Dort kann man auch schon mal einen kleinen Rundgang durch die Ausstellung machen.

Akkordeonist! – Veranstaltungsreihe in Hamburg

10. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir schauen mal über den diatonischen Tellerrand, denn wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst:

Eine tolle Konzertreihe für Freundinnen und Freunde des Akkordeons steht im Februar auf dem Veranstaltungsplan der Elbphilharmonie: Unter dem Motto „Akkordeonist!“ werden in der Woche vom 13. – 20. Februar acht Konzerte renommierter Akkordeonisten (und Bandoneonisten) angeboten. Dabei wird eine ziemlich große musikalische Bandbreite offeriert: von Klassisch über argentinischen Tango, von französischen Musette-Klängen über alpine Volksmusik, vom Jazz bis zu Experimentell.

Zu den Musikern, die die enormen Möglichkeiten ihres Instruments demonstrieren, gehören u. a. Kimmo Pohjonen Kluster, Attwenger, Teodore Anzelotti und Richard Galliano. Soweit ich es sehe, ist das diatonische Akkordeon nicht vertreten. Schade. Aber: siehe oben …

Einzelheiten zu der Veranstaltungsreihe gibt es hier.

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