Niamh Ni Charra: Súgach Sámh / Happy Out

26. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

[Aus meinem CD-Regal 16]

Im Januar 2009 habe ich sie erstmals gehört und gesehen: Die irische Concertinaspielerin und Fiddlerin Niamh Ni Charra begleitete – wie übrigens auch in diesem Jahr wieder – den galizischen Dudelsack- und Flötenspieler Carlos Núnez auf seiner Deutschlandtournee, und ich war bei dem Konzert in Leverkusen-Opladen dabei. Und war sogleich beeindruckt. Niamh Ni Charra ist eine nette, charmante junge Musikerin, die hervorragend Irish Concertina, aber auch Geige spielt. Ob sie bei dem Auftritt auch gesungen hat, weiß ich nicht mehr; auf dieser CD aus dem Jahr 2010 tut sie es jedenfalls gelegentlich. Und auch ihr Gesang ist hörenswert.

„Súgach Sámh“ ist nach „On Da Thaobh / From Both Sides“ das 2. Soloalbum von Niamh Ni Charra. Es ist 2010 erschienen und gehört zu den Favoriten in meiner Sammlung. Vertreten ist auf der CD eine Mischung aus Songs, Fiddle- und Concertina-Melodien. Dabei ist es sicher nicht verwunderlich, dass es mir insbesondere die Concertina-Stücke  angetan haben.

Es wäre müßig, einzelne Titel hervorzuheben. Súgach Sámh“ ist eine rundum gelungene CD, auf der es viele schöne Lieder und Melodien, aber keine Ausfälle gibt. Mit ein wenig mehr Concertina-Anteilen (nur auf 7 von insgesamt 13 Tracks spielt Niamh Ni Charra Concertina)  würde sie mir noch besser gefallen …

Mit Concertina: The North Sea China Man

17. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Man ist ja nicht sehr verwöhnt, wenn es darum geht, Concertinaspieler/innen mal bei einer öffentlichen Veranstaltung zu hören. Nicht mal dann, wenn die Concertina nur eines von mehreren gespielten Instrumenten ist.

So hat mich denn eine Nachricht auf www.wittenberger.de neugierig gemacht. Unter der Überschrift „Irish Traditional Music & Folk im Irish Harp Pub“ ist unter anderem zu lesen:

In seinem Soloprogramm „The North Sea Chinaman“ spielt Stefan Lubs Gitarre, Concertina (ein Knopfakkordeon im Zwergformat), Mundharmonikas, ein wenig Dudelsack, singt und erzählt Geschichten zu den dargebotenen Stücken.
Sein abwechslungsreiches Programm umfasst alte und neue Folksongs und Tänze aus Irland und Schottland sowie viele große Klassiker der Oldie- und Lagerfeuermusik. Das Publikum kann sich auf einen vergnüglichen Abend mit handgemachter Musik und lebensnahem Entertainment freuen und sich darüber hinaus auf vielfältige Art und Weise selbst einbringen.

Ich kenne zwar Stefan Lubs nicht, aber was da geschrieben wurde, klingt doch recht einladend. Über die Beschreibung der Concertina als „Knopfakkordeon im Zwergformat“ will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen.

Hier der genaue Termin: am Freitag,  18. Februar 2011, um 22.00 Uhr gastiert “The North Sea Chinaman” alias Stefan Lubs im Irish Harp Pub, Collegienstraße 71 in der Lutherstadt Wittenberg

CD-Neuerscheinung: John Derrane – Grove Lane

2. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Grove Lane
John Derrane (diatonisches Akkordeon) mit John McGann

Grove Lane – das ist die Straße, in der sich das Haus von John Derrane befindet. Der 1930 geborene irisch-amerikanische Musiker hatte sich eigentlich 60jährig schon mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt, aber Ende der 90er Jahre hat es ihn dann doch noch einmal „gepackt“. Und jetzt hat der mittlerweile 80jährige Musiker eine neue CD vorgelegt, auf der er sein unvermindertes Können auf dem diatonischen Akkordeon demonstriert.

Die von mir schon wiederholt zitierte Folk-Zeitschrift „Folker“ kommt in einer Kurzrezension des Albums in der Ausgabe 1/11 zu dem Schluss „Sehr schön!“. Derrane spiele immer noch mit viel Gefühl und virtuoser Interpretation alte und selbstkomponierte Jigs und Reels.

Ein echter Kauf-Tipp also.

Auf der CD mit von der Partie ist John McGann. Wenn es  d e r  McGann ist, den ich meine, spielt der Mandoline.

Beoga auf Tour

18. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Beoga ist das gälische Adjektiv für „lebendig“ und somit ein gut gewählter Name für das in Irland beheimatete Quintett. Im Mittelpunkt der munteren Gruppe steht zweifellos die junge Fiddlerin Niamh Dunne, die auch als Sängerin beeindruckt und zu den besten Frauenstimmen Irlands gerechnet wird.

Aus Knopfdruck::-Sicht ist vor allem interessant, dass zur Band gleich zwei Spieler des diatonischen Akkordeons gehören: Damian McKee und Séan Óg Graham achten sorgsam darauf, dass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen oder das Publikum in stetigem Unisono langweilen. Sie teilen sich einvernehmlich die Rolle als Solisten und Begleiter.

Beoga hat sich in den letzten Jahren in Deutschland nicht zuletzt durch diverse Live-Auftritte viele Freunde gemacht. Jetzt geht die Gruppe wieder auf eine größere Tournee und macht zur Freude der Fans auch erneut in Deutschland Station. Hier der Überblick über die anstehenden Termine:

25. Februar,Waiblingen, Kulturhaus Schwanen, 20 Uhr
26 Februar, Rüsselsheim, Dorflinde, 20 Uhr
27 Februar, Fulda, Kulturkeller, 20 Uhr
28 Februar, Ingolstadt, KKB Neue Welt, 20.30 Uhr
01 März, Waldshut-Tiengen, Ali Theater, 20 Uhr

Mary MacNamara – The Blackberry Blossom

8. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

[Aus meinem CD-Regal 14]

„The Blackberry Blossom“ ist eine meine Lieblings-Concertina-CDs. Sie enthält eine ausgewogene Mischung aus Jigs, Reels, Hornpipes und Barn dances und kommt, anders als viele andere Irish Concertina-CDs, absolut unaufgeregt daher. Mary MacNamara spielt ganz entspannt und lässt die Musik für sich sprechen. Der Klang ihrer wundervollen Concertina kann sich voll entfalten, und ich sehe mich bei bei dem slow jig „An Paistin Fionn“ wieder einmal in meiner Meinung bestätigt, dass die kleine sechseckige Box gerade bei langsameren Titeln ihr beeindruckendes Potential zeigt.

Mary MacNamara ist eine Concertina-Spielerin aus Tulla im irischen County Clare. Viel weiß ich nicht über sie. In dem der CD beiliegenden Booklet habe ich gelesen, dass sie in eine sehr musikalische Familie hinein geboren wurde und mit Musik aufgewachsen ist. Unter den zahlreichen musizierenden Familienmitgliedern dürfte ihr Knopf-Akkordeon spielender Bruder Andrew das wohl bekannteste sein. Andrew MacNamara wirkt auch auf dieser CD gelegentlich mit, ebenso wie Geraldine Cotter am Piano und Catherine McEvoy (Flöte) bei einigen Tracks.

Was weiß ich sonst noch über Mary MacNamara? Es gibt von ihr noch 2 weitere CDs: „Traditional Music from East Clare“ und – zusammen mit ihrem Bruder Andrew am Akkordeon – „Open Hearth“. Und sie spielt nicht nur Concertina, sie unterrichtet auch. Beim 20. Deutschen Concertina Treffen vom 25. – 27. März in der Proitzer Mühle gibt sie Kurse in Irish Concertina für Teilnehmer/innen auf drei Spielniveaus.

Tracks: 01 Shandon Bells, Tom Friel’s (jigs); 02 The Stone in the Field, Finlay’s Delight (reels); 03 An Paistin Fionn (slow jig); 04 Tatter Jack Walsh, House in the Glen (jigs); 05 Tommy Coen’s, John Naughton’s (reels); 06 The Golden Eagle (hornpipe); 07 The Hundred Pipers, The Mouse in the Cupboard (jigs); 08 Paddy Kelly’s (reel); 09 The Cavan Reel, Sporting Nell, Rattigan’s (reels); 10 Scatter the Mud, McGreavy’s (jigs); 11 Pearl O’Shaughnessy’s (barn dance); 12 Woman of the House, The Green Groves of Erin (reels); 13 Spailpin Fánach, The Little Beggarman (barn dances); 14 Blackberry Blossom, Sandy Carty’s (reels); 15 Mick Hand’s, The Maids of Mount Cisco (reels)

Wer Mary McNamara noch nicht kennt, kann sie im folgenden kurzen Video hören und sehen.

Februar 2011: Workshop Anglo-Concertina mit Claus Kessler

16. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Rahmen des 13. Irish Music Workshop Weekend vom 11. – 13. Februar 2011 in 35428 Langgöns ist auch ein Workshop vorgesehen, der sich an Spieler/innen der Anglo Concertina richtet.

Was erwartet die Teilnehmer/innen? Auf www.irishmusicworkshops erfahren wir mehr:

Claus Kessler

Das Lernen typischer irischer Tanzweisen (Jigs, Reels, Hornpipes…) steht beim Concertina-Kurs im Mittelpunkt. Durch das Lernen der Musikstücke sollen die einzelnen Elemente des Irish-Concertina-Style angesprochen und vermittelt werden, z.B. Rhythmik, Verzierungen, Fingersatz usw. Dabei werden Stücke ausgewählt, die in einer traditionellen irischen Session zum Standardrepertoire gehören, denn das Erleben des gemeinschaftlichen Musizierens ist das A und O in der irischen Musik! Grundkenntnisse über das Spielen auf der Anglo-Concertina werden bei diesem Kurs vorausgesetzt. Darüber hinaus können auch die Musiker anderer Handzuginstrumente in D und G mitmachen, hier sollten aber solide Kenntnisse des eigenen Instrumentes vorhanden sein.

Es werden übrigens auch Kurse für Gitarre, Harfe, Fiddle, Flute und Tin Whistle angeboten – bei manchen gibt’s schon eine Warteliste.

Bei Interesse am Anglo-Corcertina-Workshop also vorsichtshalber nicht lange warten und schnell anmelden. Unter der oben angegebenen Internetadresse gibt es alle nötigen Informationen.

Áine Fitzgerald: kleines Mädchen – große Concertina

1. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Áine Fitzgerald spielt Irish Concertina

Dass es sich bei einer Irish Concertina um ein großes Instrument handelt, kann man ja nun wirklich nicht behaupten. Aber in den Händen der 10jährigen Àine Fitzgerald kommt sie einem doch ziemlich riesig vor.

Hier ein Video aus dem Jahr 2009, auf dem die junge talentierte Musikerin, begleitet von ihrem Vater, zwei Reels spielt.

Niamh Ni Charra tourt mit dem Irish Folk Festival

9. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Seit Oktober tourt das mittlerweile 10. Irish Folk Festival durch die deutschen Lande. Mit dabei und deshalb für Knopfdruck:: von Interesse: die irische Concertina-Spielerin und Fiddlerin Niamh Ni Charra mit ihrer Band.

Ich habe die Musikerin Anfang vorigen Jahres live erlebt, als sie mit Carlos Nunez auf Tournee war, und war begeistert von ihrer Ausstrahlung und ihren musikalischen Fähigkeiten, sowohl auf der Irish Concertina als auch auf der Geige.

Neben der Niamh Ni Charra Band gehören Mat Walklate, Tom O’Donovan und The Doonans zur diesjährigen Besetzung des Irish Folk Festivals.
Folgende Termine stehen noch an:

10. 11. – Buchholz (Empore)
11. 11. – Peine (Forum Peine)
12. 11. – Rostock (Nicolaikirche)
13. 11. – Neubrandenburg (Konzertkirche)
14. 11. – Bremerhaven (Stadthalle)

Weitere Informationen unter www.irishfolkfestival.de.

13./14. November: Workshopwochenende für Irische Musik in Bonn

7. November 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Kurse für:

Piano-Akkordeon mit Anke Dammann
Ensemble mit Bernd Lüdtke
Traditional Singing mit Emily Spiers
Fiddle mit Sabrina Palm
Gitarre (standard tuning) mit Ekhart Topp

    stehen am Wochenende 13./14. November auf dem Programm der Musikschule Bonn.

    Der Akkordeonworkshop ist für SpielerInnen konzipiert, die das Anfängerstadium bereits hinter sich haben und sich nun der irischen Musik nähern möchten oder darin auch bereits Erfahrungen gesammelt haben. Vorhandenes Basiswissen in Sachen Balgführung und Fingersatz soll vertieft werden; vor allem aber soll auf stilistische Merkmale wie die richtige Betonung und die typischen Verzierungen eingegangen werden.

    Anke Dammann, die den Workshop leiten wird,  gilt seit vielen Jahren als eine der besten Piano-Akkordeonspielerinnen in der Irish Traditional Music Szene in Deutschland.

    Ich finde auf der Internetpräsenz der Bonner Musikschule keine Anmeldefrist und weiß natürlich, dass die Zeit mittlerweile etwas knapp ist, aber ich halte das Angebot für so interessant, dass ich auf jeden Fall darauf hinweisen möchte.

    Die Kursgebühren liegen bei 95 EUR. Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit:

    Musikschule der Beethovenstadt Bonn,
    E-Mail: musikschule@bonn.de
    Telefon: 02 28.77 45 48
    oder Sabine Thelen
    E-Mail: sabine.thelen@bonn.de
    Telefon: 02 28.77 45 53

    Tunefish: Konzerttipp 16. Juli 2010

    14. Juli 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

    From Texas to Tipperary

    Band:

    Anke Dammann (Akkordeon, Gesang) aus Wuppertal hat bereits bei etlichen CD-Produktionen als Studiomusikerin mitgewirkt. Ihr Akkordeonspiel lässt neben dem Irischen auch Blues- und Cajuneinflüsse erkennen.

    Bernadette Mullane (Geige, Gesang) aus Rochdale (England) ist durch ihre musikalische Vielseitigkeit eine gesuchte Geigerin.

    Ekhart Topp (Gitarre, Gesang) aus Frankfurt am Main bildet als blues- und jazzbeeinflusster Gitarrist das rhythmische und harmonische Fundament von Tunefish. Als Leadsänger verfügt er außerdem über ein großes Repertoire an Songs verschiedenster Genres.

    Musik:

    Tunefish präsentiert irische Jigs und Reels, amerikanische Fiddle-Tunes und Louisiana-Two Steps zusammen mit populären und weniger bekannten irischen und amerikanischen Songs. Mit ihrem Akustik-Instrumentarium aus Fiddle, Akkordeon, Gitarre und mehrstimmigem Gesang überraschen sie auch mit fröhlichen Swing- und und häufig doppeldeutigen Country Blues-Titeln aus den 30er und 40er Jahren der USA.

    Konzert:

    Tunefish spielt am Freitag, 16. Juli, ab 20 Uhr im Rahmen des „Kultursommers“ im Open Air Kino in 65462 Ginsheim-Gustavsburg.

    Homepage:

    Nähere Information über Tunefish einschließlich Hörproben finden sich hier.

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